Login

Angemeldet bleiben

Vote 4 Us

Vote 4 Us
feed image

Online Status

Aktuell 1 Gast online
Home arrow Reviews arrow Gehäuse arrow Gigabyte 3D Mercury
Gigabyte 3D Mercury
Geschrieben von Crackmaniac   
Donnerstag, 6. November 2008
Beitragsinhalt
Gigabyte 3D Mercury
Lieferung, Technische Daten
Design
Das Innere
Wasserkühlung, Hardware
Fazit

 

Wasserkühlung - Inbetriebnahme

Kommen wir nun zu dem Punkt, aus dem 90% von Ihnen den Artikel wohl lesen. Das Mercury bietet allen, die gerne ein wassergekühltes System besitzen würden, jedoch nicht selber zusammen stellen möchten den Vorteil, dass alles schon integriert ist. Das Einzige was vom Nutzer verlangt wird, ist die Erstbefüllung mit dem Kühlmittel, das auch schon im Lieferumfang enthalten ist. Dazu drehen wir auf des Oberseite des Gehäuses den Verschluss auf und füllen das Mittel vorsichtig ein.

An der Front können wir den Füllstand kontrollieren. Wenn der Ausgleichsbehälter gut gefüllt ist, heißt es erstmal die Flasche wieder zur Seite zu stellen.


Jetzt müssen wir die Kühlflüssigkeit auch im System verteilen. Dazu könnten wir jetzt selbstverständlich schon mal das Motherboard und ein Netzteil einbauen und den CPU Kühler der Wasserkühlung direkt zur Kühlung verwenden. Die Wasserkühlung würde anspringen und das Kühlmittel verteilen. - FALSCH dieses Vorgehen wäre aus zwei Gründen total riskant.

  1. Schafft die Pumpe das Kühlmittel so schnell zu verteilen, dass der Kupferblock des CPU Kühlers auch schnell genug runter gekühlt wird?
  2. Ist das System überhaupt dicht? Oder könnte irgendwo ein Leck sein, das die Hardware direkt in den Computerhimmel befördert?

Die beste Variante ist es ein Netzteil einzubauen und dieses kurzzuschließen. Das hört sich vielleicht dramatischer an als es ist. Dabei wird jedoch nur der Pin14 des Motherboard-Steckers mit Masse verbunden, um einen geschlossenen Stromkreis zu bilden. Im Normalfall ist Pin14 ein grünes Kabel, dieses wird dann einfach z.B. mit Hilfe einer Büroklammer an Masse angeschlossen (schwarzes Kabel). Keine Angst, dabei geschieht eurem Netzteil gar nichts, denn das Gleiche würde auch passieren wenn der Stecker auf dem Motherboard steckt und ihr den Powerknopf des Case drückt.

Beim Anschließen des Netzteils ist mir noch etwas negatives aufgefallen, die 4-Pin Anschlüsse sind von sehr schlechter Qualität. Ich musste ziemlich fummeln bis ich das Netzteil dran hatte, denn die einzelnen Pins sind sehr locker. Und sind somit nicht genau mittig und verschieben sich zudem auch noch sehr schnell. Auf dem folgendem Bild kann man sehr gut erkennen, dass sich der dritte Pin nach rechts neigt und sich somit nicht richtig in den Stecker des Netzteil einpassen lässt.

 

So nun versorgen wir das Netzteil nur noch mit Strom und sofort sehen wir wie sich die Kühlflüssigkeit im System verteilt. Man sollte es ruhig eine Weile laufenlassen, damit die letzten Luftreste aus dem System verdrängt werden. Des Weiteren kann man auch erst dann beurteilen ob alles dicht ist, oder ob sich irgendwo kleinere Mengen der Flüssigkeit außerhalb des Kreislaufes sammeln.

Ein Blick auf den Ausgleichsbehälter während dieses Vorgangs ist nicht verkehrt denn der Füllstand sengt sich ab, da nun die Schläuche auch mit Kühlmittel gefühlt sind. Hier sollten wir nun noch ein wenig aus der Flasche nachfüllen. Denn wenn Luft angesaugt wird, wird nicht nur die Kühlleistung gemindert, sondern es ist ebenfalls für die Pumpe schädlich.

Nachdem das System gut befühlt und dicht ist, können wir mit gutem Gewissen unsere Hardware einbauen. Hierzu liegen Befestigungskits für AMD K8 & Intel 775 Systeme bei. Das sorgt für die Kompatibilität mit den Sockel 775, AM2, 939, 940, 754. Je nachdem was für ein Motherboard man besitzt muss evtl. vor dem Einbau ins Gehäuse noch die Befestigung für CPU-Kühler angebracht werden.

 

Einbau der Hardware:

Der Einbau der Hardware verlief ohne größere Probleme. Das Gehäuse bietet durch seine Größe extrem viel Platz im Innenraum und man muss nicht umständlich wie bei vielen Midi-Cases seine Hände verrenken um alles nötige anschließen zu können. Die verbauten Kabel sind allerdings etwas kurz geraten und könnten ruhig 10-20 cm länger sein, damit man die Lüfter auch an eine Lüftersteuerung anschließen kann. Das Einzige worauf man hier achten muss, ist der CPU-Kühlkörper, dieser muss richtig sitzen.

 

Wasserkühlung - Daten & Fakten:

So, nachdem wir nun die ganze Hardware eingebaut haben und das System wieder läuft haben wir ein Blick auf die Kühlleistung geworfen. Genutzt wurde ein ASrock-Board mit Intel E2140 @ 2,66Ghz.

Hier konnten wir eine deutliche Senkung der Temperatur gegenüber dem Luft-Kühler feststellen. Im Idle hatten wir vorher Temperaturen vom CPU: 32, Kern1: 30, Kern2: 29 Grad. Mit der Wasserkühlung sah es wie folgt aus: CPU: 28, Kern1: 21, Kern2: 21 Grad wenn die Kühlung ganz runter gedreht war und CPU: 27, Kern1: 19, Kern2: 18 Grad wenn sie mit voller Kraft lief.

Vorher:

Nacher: LOWHIGH

Hier muss man ganz klar sagen, dass dieses Ergebnis nicht mit professionellen Lösungen im Liquid-Bereich mithalten kann. Auch hatte man auf höchster Stufe das Gefühl man würde mit seinem Computer auf der Startbahn des Dortmunder Flughafen sitzen und die Boeing fliegt einem gerade über den Kopf hinweg. Somit überhaupt nicht tragbar, vor allen nicht bei einer so geringen Differenz zur geringsten Stufe.

Wenn man die Einstellung mittels Regler an der Front auf die Stufe "Silent" stellt drehen die beiden Lüfter des Radiators mit 1000 U/min. Auf der höchsten Stufe, "OC" genannt, mit 2600 U/min. Hier erkennt man ganz klar woher der Geräuschpegel kommt, denn auf minimaler Stufe sind die Lüfter zwar zu hören aber nicht wirklich laut. Dennoch erzeugen sie ein Geräusch, das auf Dauer, zumindest mich nervt. Eventuell wird es aber auch von der Pumpe erzeugt.

Wenn man mit dem Computer spielt oder einen Film schaut fällt es überhaupt nicht auf. Wenn man jedoch am Rechner konzentriert arbeitet will, kann man es schon deutlicher wahrnehmen. Ein Geräusch hat mich zu Anfang jedoch wahnsinnig gemacht, die Durchlaufanzeige an der Front war total am rattern, dieses Problem habe ich aber recht schnell durch einen kleinen Trick gelöst, danach war das rattern weg (hierzu später mehr).

 

Wasserkühlung - unter die Lupe genommen:

Das sind die äußeren Eindrücke des Systems, wir sind jedoch weiter gegangen und habe die Wasserkühlung auch mal freigelegt.
Dazu musste man den oberen Teil von ein paar Schrauben befreien und konnte ihn dann abnehmen.


Hier wird einem ein sehr chaotischer Einblick gewährt. Funktionell alles ok, aber sehr unaufgeräumt. Aber man kann sehr gut erkennen, dass das Kühlsystem wirklich vom Rest getrennt ist und der Radiator mit zwei starken Lüftern bestückt wurde. Dadurch erklärt sich auch der Krach.

Die zwei dünneren Schläuche führen zur Durchlaufanzeige (Auf dem Bild das quadratische Bauteil), hier hat Gigabyte ziemlich gepatzt. Wie schon weiter oben erwähnt rattert die Anzeige ziemlich. Dieses Problem hätte Gigabyte auf zwei Arten lösen können. Entweder hätten sie in eine etwas höhere Qualität der Anzeige investieren können, oder sie hätten in den Schlauch ein Bauteil einsetzten müssen, welches den Druck mindert.

Um das Rattern zu beseitigen habe ich eine ähnliche Variante gewählt den Druck zu mindern. Mit Hilfe von drei Kabelbindern habe ich den Schlauch so geknickt, dass der Durchlauf geringer ist. Durch meine - ich gebe zu - eigenwillige Konstruktion hat sich der Druck im Schlauch verringert und die Anzeige hat sich dadurch langsamer gedreht und ist somit auch besser abzulesen

Das Kühlsystem beeinträchtigt diese keine Modifikation nicht, denn der Kreislauf des CPU-Kühlkörper ist parallel zu dem der Anzeige angeschlossen und nicht in Reihe. Auch der Sinn der Anzeige bleibt erhalten, denn wenn die Pumpe ausfällt bleibt die Anzeige stehen.



 
Valid XHTML & CSS - Design by ah-68 - Copyright © 2007 by R3VIEW.de